„Ihr seid die Gesichter des Staates“ – Herbert Reul im Gespräch mit der FOS Polizei
Einblicke in die FOS Polizei, persönliche Perspektiven und ein klarer Appell an die angehenden Polizeibeamtinnen und -beamten:
Am 11.09.2026 war Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, zu Gast am KBWR.
Begrüßt wurde der Minister durch unseren Schulleiter Alfred Schwemin. Gemeinsam mit Roberto Martin, Fachbereichsleitung FOS, und Claudia Gutscher, Bildungsgangleitung FOS Polizei, erhielt er zunächst Einblicke in die Entwicklung des Bildungsgangs, der seit 2022 an inzwischen 15 Standorten in Nordrhein-Westfalen angeboten wird. Zum Austausch waren außerdem Lisa an de Meulen, Ausbildungsleiterin der Polizei Duisburg, Frau Gerhards von der Bezirksregierung Düsseldorf sowie Herr Passauer vom Schulministerium zu Gast.
Martin und Gutscher berichteten über die Erfahrungen und Entwicklungen seit dem Start der FOS Polizei. Dabei wurde deutlich, dass der Bildungsgang kontinuierlich weiterentwickelt wird und die Unterrichtsinhalte eng mit den Anforderungen des anschließenden Bachelorstudiums an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) abgestimmt werden. Auch verschiedene Projekte bereichern die Ausbildung: Beim Projekt „Respekt und Demokratie“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit wichtigen gesellschaftlichen Fragen auseinander. Im Mimikresonanztraining lernen sie, Emotionen frühzeitig zu erkennen und dadurch auch in schwierigen Einsatzsituationen besser zu kommunizieren und deeskalierend zu handeln. Im Projekt „Werbemittel für die Polizei“ wurden von Schülerinnen und Schülern entwickelte Ideen sogar bereits in die Praxis umgesetzt.
Von der FOS Polizei in den Polizeiberuf
Besonders anschaulich wurde der Austausch durch Absolventinnen und Absolventen der FOS Polizei, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten. Ihre Wege zur Polizei waren dabei ganz unterschiedlich: Interesse an Menschen und Sprache, der Wunsch nach einem abwechslungsreichen und krisensicheren Beruf, Erfahrungen nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder auch der Weg über die Bundeswehr führten sie schließlich zur Polizei.
Einigkeit bestand darin, dass die zwei Jahre an der FOS Polizei einen wichtigen Grundstein gelegt haben. Durch die Praktikumsabschnitte konnten die Schülerinnen und Schüler frühzeitig den Polizeialltag kennenlernen und herausfinden, ob der Beruf tatsächlich zu ihnen passt. Gleichzeitig half die Verbindung von praktischen Erfahrungen und rechtlichen Unterrichtsinhalten dabei, die Abläufe und Strukturen der Polizei besser zu verstehen.
Auch für das anschließende Studium an der HSPV sehen die Absolventinnen und Absolventen deutliche Vorteile: Viele Abläufe und Inhalte sind bereits bekannt, der Einstieg fällt leichter, weil man bereits Polizeierfahrungen mitbringt. Gleichzeitig betonten sie, dass die FOS Polizei kein Selbstläufer ist: Wer den Weg erfolgreich gehen möchte, muss von Anfang an aufmerksam mitarbeiten und kontinuierlich lernen.
„Ihr seid die Gesichter des Staates“
In seiner anschließenden Rede machte Herbert Reul deutlich, welche Verantwortung mit dem Polizeiberuf verbunden ist. Gute Leistungen in der FOS Polizei seien eine wichtige Grundlage, die Anforderungen des anschließenden Studiums an der HSPV gingen jedoch noch einmal deutlich weiter. „Lernen, Dranbleiben, Ausdauer und Disziplin“ seien entscheidend. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass insbesondere in den rechtswissenschaftlichen Fächern noch Potenzial bestehe, die Vorbereitung auf das Studium weiter zu verbessern.
Gleichzeitig richtete Reul einen eindringlichen Appell an die Schülerinnen und Schüler: „Ihr seid die Gesichter des Staates.“ Für ihn sei Polizistin oder Polizist nicht einfach nur ein Beruf, sondern ein Auftrag. Die Polizei trage maßgeblich dazu bei, dass Menschen dem Staat und seinen Institutionen vertrauen können. Der Schutz des Rechtsstaates und der respektvolle Umgang mit allen Menschen seien dabei von zentraler Bedeutung.
Reul sprach auch über die besonderen Herausforderungen des Polizeiberufs. Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung seien entscheidend. Man müsse sich – nicht nur in Einsatzsituationen – aufeinander verlassen können und auch den Mut haben, Kolleginnen und Kollegen anzusprechen, wenn diese sich möglicherweise in eine falsche Richtung entwickelten. Das Bild der „Polizeifamilie“ beschreibe diesen besonderen Zusammenhalt sehr gut.
Viele Fragen – klare Antworten
Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, dem Minister ihre Fragen zu stellen. Dabei ging es unter anderem um die Zukunft der FOS Polizei. Reul machte deutlich: „Die Entscheidung liegt in Ihrer Hand.“ Die bisherigen Erfahrungen lieferten wichtige Erkenntnisse darüber, wie der Bildungsgang weiterentwickelt und die Schülerinnen und Schüler noch gezielter auf das anschließende Studium vorbereitet werden können. Wenn es gelingt, diese Übergänge weiter zu verbessern, sieht Reul gute Perspektiven für die Zukunft der FOS Polizei – bis hin zu einer möglichen Erweiterung des Modells.
Auch Fragen zur Teamarbeit, zur Motivation für das Ministeramt, zu Angriffen auf Einsatzkräfte, zur personellen Entwicklung der Polizei und zu neuen technischen Möglichkeiten wurden offen und ausführlich beantwortet.
Claudia Gutscher bedankte sich herzlich bei Minister Reul für seinen Besuch und sein großes Interesse an den Schülerinnen und Schülern. Für sie war der Termin auch persönlich etwas Besonderes: Reul war ihr Politiklehrer während ihrer Gymnasialzeit. Gemeinsam habe man an diesem Tag nicht nur auf die Entwicklung der FOS Polizei zurückgeschaut, sondern zugleich einen Blick auf ihre Perspektiven für die Zukunft geworfen.
Ein gemeinsames Gruppenfoto mit Minister Reul und den Beteiligten bildete den Abschluss eines besonderen Besuchs, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
„Die Stadt Duisburg erweitert ab Montag, 23. November, die Maskenpflicht auch auf den Bereich rund um Schulen und Kindertageseinrichtungen. Während auf belebten Straßen und Fußgängerzonen sowie auf Spielplätzen und in […]
3. Platz beim Kreativwettbewerb der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Thema „Frei sein! Leben ohne Sucht“ Bei den Beiträgen für den Kreativwettbewerb verfolgte die Klasse die Grundidee, die gesammelten Gedanken […]
Am Donnerstag, den 30.04.2020, unterzeichneten die FOM Gesamt-Geschäftsleiterin Sandra Seidler und der Schulleiter des KBWR Alfred Schwemin virtuell einen Kooperationsvertrag und bieten dadurch nun den Auszubildenden des Bildungsgangs Kaufmann/Kauffrau im Gesundheitswesen am KBWR schon während ihrer Ausbildung die Möglichkeit, Hochschulluft zu schnuppern.
Das KBWR bietet die Ausbildung zum Sporthelfer bereits seit einigen Jahren an. Die ausgebildeten Jugendlichen unterstützen in Sportvereinen die Trainer und Übungsleiter ei Ihren Aufgaben und helfen als Experten für Bewegung, Spiel und Sport bei schulischen und schulübergreifenden Veranstaltungen.
Congratulations! Verleihung der KMK Zertifikate Einundzwanzig kaufmännische Auszubildende aus den Bereichen Büromanagement und Industrie haben im Dezember 2019 erfolgreich die KMK Prüfung in Englisch auf der Niveaustufe B2 absolviert. Das […]
Unser Auszubildender Tobias Koch vom Logistiker Kühne + Nagel (AG & Co) KG, Duisburg, erhielt die Auszeichnung als bester angehender Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung des Jahres 2019. Er überzeugte mit seinem Fachwissen und gewann den ersten Platz im bundesweiten Wissenswettbewerb „Best Azubi“ für angehende Kauffrauen und –männer für Spedition und Logistikdienstleistung.
Angehende Gesundheitskaufleute des KBWR besuchten mit ihrem Fachlehrer Herrn Handler das Sozialgericht in Duisburg, um die theoretischen Inhalte des Unterrichts in diversen Verhandlungen des Sozialgerichts zu vertiefen.
30 Jahre nach dem Mauerfall – Die angehenden Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten (RN172) des KBWR besuchten gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Herrn Köppen das Haus der Geschichte sowie das Bundesministerium der Verteidigung […]







